Letzte Woche ist er voller Kraft und Lebensfreude durch den Lech bei Rehling gedüst. “Connor”, Mischlingsrüde zwischen Kieselstein und Pappelgehölt. Eine wahr Freude, ihm zuzusehen …
12
2009
HDR Workshop – Panorama erstellen mit Photoshop und Photomatix Pro
Hier also der lange versprochene Artikel zur Erstellung eines HDR-Panoramas.
Benötigt werden: Eine (Spiegelreflex-)kamera, ein Stativ, Geduld (ist bekanntlich die höchste Form der Tapferkeit), Software. Für letzteres habe ich Adobe Bridge, Photoshop und Photomatix Pro 3.1 eingestzt. Die Demoversion des Programms kann man sich zum Beispiel hier herunterladen.
Vorbereitungen zur Aufnahme: Sofern Sie die Möglichkeit haben, aktivieren Sie den Modus für manuelle Belichtung an Ihrer Kamera und stellen Sie den Weißabgleich auf einen festen Wert. Auf diese Weise vermeiden Sie später im Panorama Helligkeits- und Farbwertdifferenzen. Wir benötigen zudem ein Stativ, das gezeigte Panorama besteht immerhin aus 25 Einzelbildern, die Belichtungszeit variierte im Beispiel zwischen 1/2500 sec. und 1/10 sec in Stufen von jeweils zwei Blenden. Diese zwei Blenden (es kann auch eine sein) sind wichtig, da HDR ja Kontraste und Helligkeitsunterschiede ausgleicht. Fotografieren Sie so, dass sich die Aufnahmen für jedes Einzelbild etwa in der Mitte des Suchers überlappen. Der Blendenwert war übrigens kontstant auf “f8″ eingestellt.
Ans Werk: Wir laden die Bilder auf den Rechner und wählen in Adobe Bridge jeweils fünf Fotos (im vorligenden Fall arbeite ich im RAW-Format) aus. Bridge dient hier lediglich der Voransicht.
Wir aktivieren Photomatix Pro und gehen auf “HDR erzeugen”. Im neuen Fenster klicken wir auf “Durchsuchen” und wählen unsere vorher ausgesuchten Bilder.
Im nachfolgenden Dialogfenster gibt es unterschiedlich Möglichkeiten, das HDR Ergebnis den eigenen Wünschen anzupassen. Bis hin zur Enfernung von Geisterbildern durch Wellen oder durchs Bild laufender Passanten. Es lohnt sich, mit allen Variablen ein wenig zu experimentieren.
Wir entwicken flugs das Bild und erhalten – oh Schreck – ein Ge-bild-e, das die Bezeichnung Foto kaum verdient. Dies liegt allerdings nur daran, dass unser Monitor die erfolgte Berechnung gar nicht darstellen kann. Uff.
Die letzten beiden Schritte hier im Überblick.
Tipp: Bei HDR-Panoramen hat man sehr schnell einige Gigabyte auf der Festplatte rumhängen, es tut also Not, das Ganze ein wenig zu strukturieren. Als Tipp. Legen Sie für jedes HDR-Bild einen eigenen Ordner an, in dem Sie zusätzlich die Tonemapping-Daten, das zugehörige TIF-File und die daraus gewonnenen Photoshop- oder JPG-Dateien ablegen. Benutzen Sie also “HDR speichern unter” …, auch wenn die folgenden Arbeitsschritte erst den vollkommenen Kick bringen.
Beherzt wie wir sind, betätigen wir nun den Tone Mapping Button und erhalten (zum Beispiel) das folgende Ergebnis, an dem wir nun nach Herzenslust schrauben dürfen.
Der Spielfreude sind keine Grenzen gesetzt, erlaubt ist, was gefällt. Doch, vielleicht, ein wenig schon. Überbelichtete Stellen neigen zum “perforieren”, dunkle Bereiche zum “Rauschen”. Mit “Verarbeiten” bestätigen wir unserere Änderungen, Wünsche und Visionen und haben nun die Möglichkeit, als 16-Bit TIFF, 8-Bit TIFF oder JPG abzuspeichern und das Ganze gleich in Photoshop zu öffnen. Wir entscheiden uns (quality kicks) für 16 Bit, müssen diesen Prozess allerding in Photoshop unter “Bild-Modus” wieder kompensieren, um ein verarbeitbares JPG zu erhalten. Das wir – bei allen Bildern für das Panorama – am Besten in einem eigenen Ordner abspeichern.
Wir öffnen Adobe Bridge erneut, gehen zu unserem Panoramaordner, wählen alle Bilder und aktivieren “Werkzeuge – Photoshop – Photomerge”. Es erscheint das folgende Auswahlfenster.
Wir überlassen alles beherzt der Zauberkraft der Adobe-Programmierer (kein Scherz, es geht wirklich relativ einfach) und gönnen uns je nach Ausgangsformat der Bilder eine Tasse Kaffee. Das Ergebnis sollte in jedem Fall “Beeindruckend” sein. Mindestens.
Reduzieren Sie das Bild auf den Hintergrund und speichern Sie es neu ab. Jetzt können Sie hemmungslos nachbearbeiten, im vorliegenden Fall habe ich mit dem Nachbelichterwerkzeug die hellen Spiegelungen der Linse entfernt.
Viel Freude beim Ausprobieren!
Und weil es so schön ist. Das gleiche Motiv im September 2007 vom Wandberg aus.











